Eilhard Alfred Mitscherlich (1874 -1956)

War einer der innovativsten und international bekanntesten deutschen Pflanzenbauwissenschaftler und Bodenkundler. Mit dem von ihm ausgearbeiteten Wirkungsgesetz der Wachstumsfaktoren revolutionierte er die Forschung über Bodenfruchtbarkeit, Düngung und Ertragsleistung landwirtschaftlicher Kulturpflanzen. Mitscherlich erarbeitete Vorschriften zur Anstellung von Feldversuchen und für Bodenanalysen. Er führte die Düngeberatung in die landwirtschaftliche Praxis ein. Die von ihm entwickelten Pflanzkulturgefäße (Mitscherlich-Gefäße) werden heute noch weltweit verwendet. Der deutsch-russische Dialog in Wissenschaft und Praxis war ihm ein stetiges Anliegen. Von 1950 bis 1956 leitete E.A. Mitscherlich das Institut zur Steigerung der Pflanzenerträge der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin in Paulinenaue.

E.A. Mitscherlich arbeitete auf dem Gebiet der Optimierung der Düngung und definierte in diesem Zusammenhang das „Gesetz vom abnehmenden Ertragszuwachs“. Auch heute noch, mehr als 70 Jahre nach seinem Tode, ist die Optimierung der Düngung das zentrale ökologisch relevante Problem der praktischen Landwirtschaft. Seit Anfang der neunziger Jahre, also seit fast 30 Jahren liegt der Durchschnitt des jährlichen Stickstoffbilanz-Überschusses in der deutschen Landwirtschaft fast unverändert bei ca. 100 kg N/ha.

Während in veredelungsintensiven Gebieten in Nordwestdeutschland häufig 200 kg N/ ha überschritten werden, zeigen reine marktfruchtorientierte Gebiete in Ostdeutschland nicht selten defizitäre Nährstoffsalden die ein nicht Ausschöpfen der Ertragspotentiale zur Folge haben. Gleiches gilt im europäischen Maßstab für die baltischen Staaten und die russische Förderation.

Die Botschaft von Eilhard Alfred Mitscherlich ist heute aktueller denn je!!

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